Buffalo Ballad

Bisons und Landschaft
  • Insgesamt
5

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„Der Donner rollte über die Prärie – und dann war Stille“.

Eine Stille gerade was den Menschen betrifft, welche in den Fotografien des Buches deutlich zum Tragen kommt. Auch wenn vielfach Bisons die Landschaft in allen möglichen Stadien von Bewegungen (bis zum Stillstand der Kadaver) bevölkern.

Der Mensch aber, und dies sind mit die eindrücklichsten Fotografien in diesem anspruchsvollen Bildband, taucht nur mehr indirekt auf. Nur in seinen „Hinterlassenschaften“.

Alte, vermoderte Wegweiser- Verrottete Hütten, hölzerne Ruinen in Geisterstädten, ein alter, hölzerner Kastenwagen, schräge, ins nirgendwo führende alte Stromkabel und dieses Stück Stacheldraht mit dem daran hängenden Stück Fell. Ein intensives Symbol für das Verhältnis des Menschen zu diesem urwüchsigen Bison.

Ansonsten aber, zum größten Teil in schwarz-weiß, führen die Autoren den Leser mitten in die Prärie, in das Land „Buffalo Bill´s“, mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen (wie bei dieser massiven Ballung dunkler Wilken über der ewig ruhig wirkenden Landschaft) und eben den „Bewohnern“ dieser Prärie, den Bisons.

Einzeln, ausruhend, friedlich, tiefe Ruhe ausstrahlend auch beim Säugen des Nachwuchses bis hin zu den gesenkten Hörnern, dem Kampf gegeneinander mit aufeinander prallenden Körpern.

Herden weit hinten am Horizont und die ein oder andere Nahaufnahme „Auge in Auge“ mit einem Bison Bullen zeigen deutlich die Geduld, Ruhe und Nähe auf, welche die beiden Fotografen inmitten dieser Wildnis zu den Tieren und deren Lebensform aufgenommen haben.

Wim Yellowstone-Nationalpark leben die letzten frei umherziehenden Bisons Amerikas“, immer noch bedroht. Heute weniger von aktiven Jägern, mehr durch den „Schutz vor den Bisons“, respektive einer Infektionskrankheit. Freilebende Bisons als Träger dieser Krankheit werden getötet (zumindest bis zum Jahre 2000), wenn sie die Grenzen des Parks verlassen.

Doch wie die Autoren es sagen: „Die Geschichte wiederholt sich nicht. Der Bison kehr heim“.

Jener Bison, der durch diesen Bildband als Lebewesen und Teil der Landschaft, die er durchstreift mit vielfachen Facetten fotografisch für den Leser lebendig vor Augen geführt wird.

Man muss allerdings schon ein ausgeprägtes Interesse für diesen Teil der Natur aufbringen, um das Buch rundweg genießen zu können. Denn es geht und dreht sich auf allen Fotografien (mit natürlich je höchster Qualität) tatsächlich nur um diesen Bison.

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